Verlegeanleitung Holzböden 'Villa'

Beachten Sie folgendes vor der Verlegung:
Lagern Sie den Dielenboden ca. 2-3 Tage ungeöffnet in den Räumlichkeiten, in denen er verlegt wird.

Überprüfen Sie die Dielen auf Maß und Qualität und sortieren Sie die Dielen nach Farbe und Struktur.

Wichtig: Holz ist ein Naturprodukt und arbeitet so lange es lebt. Jede Diele hat seine eigene spezifische Besonderheit. Äste, kleinere Risse, Struktur- und Farbabweichungen sind Echtheitsmerkmale und kein Grund zur Reklamation. Sollten Sie dennoch Grund zur Beanstandung haben, so können wir diese nur vor der Montage akzeptieren. Bereits verlegte Ware ist von Reklamationsansprüchen ausgeschlossen.

Vor der Verlegung ist die Raum- und Untergrundtemperatur (min. 18°C) sowie die Luftfeuchtigkeit (<65%) zu kontrollieren. Die Temperatur der Holzdielen muss der Umgebungstemperatur angepasst werden.

Verlegerichtung
Tipps für die die Verlegerichtung: Längs zur Haupt-Lichtquelle oder quer in den Raum. Sie können durch geschickte Auswahl der Verlegerichtung Ihre Räumlichkeiten optisch verlängern, verkürzen, verbreitern oder schmälern. Bei quer verlegten Dielen wirkt Ihr Raum breiter und kürzer, eine Verlegung in Längsrichtung streckt und verschmälert den Raum optisch.

Verlegearten
Eine schwimmende Verlegung ist auf festen Bodenbelägen (z. B. Linoleum, PVC-Belag, Linoleum, Spanplatten, kurzflorige Teppichboden und alte Holzdielen) möglich.

Villa-Landhausdielen können auch vollflächig auf fachgerecht erstellte Unterböden (Zement-, Anhydritestrich, Gussasphalt, Spanplatten, Sperrholz, Kunststein sowie beheizte Unterböden) geklebt werden.

Dehnungsfugen bzw. Randabstand
Holz ist ein Naturprodukt mit der Eigenschaft, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen und bei trockenem Raumklima wieder abzugeben. Diese hygroskopische Eigenschaft von Holz sorgt zunächst einmal für ein ausgewogenes und gesundes Raumklima. Mit der Aufnahme von Luftfeuchtigkeit allerdings quillt Holz (es dehnt sich aus) und gibt es bei trockenem Raumklima wieder an die Luft ab (es nimmt an Volumen ab). Diese Bewegungen müssen bei der Verlegung berücksichtigt werden.

Die maximale Verlegelänge bzw. –breite darf 12 Meter nicht überschreiten. Nach 12 Meter müssen Sie Dehnungsfugen, z. B. mit geeignet breiten Korkstreifen, einbauen.

Halten Sie zu allen festen Bauteilen (Wand, Heizungsrohre, Übergang zu Stein- bzw. Fliesenboden, etc.) einen Fugenabstand von ca. 15 mm ein. Verwenden Sie Keile um den Abstand zu fixieren. Nach der Verlegung müssen die Keile wieder entfernt werden.

Über Bewegungsfugen des Untergrundes müssen ebenfalls elastisch geschlossene Fugen im Dielenboden angelegt werden.

Überprüfen Sie den Untergrund
Der Untergrund muss vor der Verlegung gemäß VOB Teil C DIN 18356 „Parkettarbeiten“ genau geprüft werden. Er muss eben, sauber, rissfrei, stabil und trocken sein. Unebenheiten, Löcher und Höhenunterschiede müssen mit Spachtel- bzw. Ausgleichsmasse ausgefüllt werden. Die Festigkeit überprüfen Sie mit einer Ritzprobe. Beachten Sie bei Verklebung unbedingt die Angaben des Kleberherstellers und bleiben Sie bei den verwendeten Materialien im System des Herstellers. Je nach Beschaffenheit und Einsatzbereich ist der Untergrund zu grundieren.

Estrichfeuchte
Die Estrichfeuchte muss mit einem CM-Feuchtemessgerät überprüft werden. Zulässige Werte für den Verlegebeginn sind:

Zementestrich

Anhydritestrich

ohne Fußbodenheizung

mit Fußbodenheizung

ohne Fußbodenheizung

mit Fußbodenheizung

≤ 2,0 %

≤ 1,8 %

≤ 0,5 %

≤ 0,3 %

 

Hinweise zur Schwimmenden Verlegung

  • Verlegen Sie die Dielen der 1. Reihe mit der Nutseite zur Wand. Verwenden Sie alle 50 cm Keile, damit die Dehnungsfuge (ca. 15 mm) gewährleistet ist. Achten Sie darauf, dass dieser Abstand auch mit der Stirnseite zur Wand, bei Türabschlüssen, Treppen, Säulen, Heizkörperanschlüssen usw. gegeben ist.
  • Die zweite Diele legen Sie neben die erste und verleimen beide. Tragen Sie den Leim gleichmäßig (keine Punktverleimung) auf die obere Nutwange der Dielen auf. Der Leim bewirkt dichte Fugen. Eventuell zuviel Leim sofort mit feuchtem Tuch entfernen.
  • Wenn die Wand ungerade ist, wird die Wandkontur auf die erste Reihe mit einem Bleistift übertragen. Die Dielen werden dann so zugeschnitten, dass sie an die Unebenheiten der Wand angepasst sind.
  • Die Länge der letzten Diele ermitteln Sie, indem Sie diese umdrehen (Feder an Feder) und mit dem Winkel die noch benötigte Länge markieren. Achten Sie auch hier wieder auf den Wandabstand. Nehmen sie hierzu das Zugeisen und fixieren Sie die Dehnungsfuge mit einem Keil.
  • Verwenden Sie für die 2. Reihe das Dielen-Reststück der vorhergehenden Reihe, sofern es länger als 40 cm ist. Klopfen Sie die Dielen (zuerst stirnseitig, dann längs) mit einem Schlagklotz zusammen, damit Kanten und Oberfläche geschont werden.
  • Die ersten zwei Reihen sollten nach der Verlegung mindestens eine Stunde ruhen, damit der Leim binden kann.
  • Die nächsten Reihen werden gemäß der zweiten Reihe verlegt.
  • Für die letzte Reihe muss die Diele auf die erforderliche Breite zugeschnitten werden. Verlegt wird sie mit Hilfe eines Zugeisens.

Hinweise zur vollflächigen Verklebung
Verwenden Sie nur hochwertige Kleber, die für Landhausdielen geeignet sind. Sie müssen dauerelastisch sein, damit sie den Bewegungen der Landhausdielen folgen.

  • Tragen Sie den Parkettkleber mit einer Zahnspachtel auf den Unterboden auf. Nur so viel Kleber auftragen, wie Sie innerhalb der offenen Zeit verlegen können. Der Kleber ist nur so lange zum Einlegen geeignet, wie er das Holz bei Berührung benetzt.
  • Schieben Sie die Landhausdielen in das frische Kleberbett ein.
  • Schlagen Sie die Dielen mittels Schlagklotz zusammen.
  • Nut und Feder werden bei vollflächiger Verklebung nicht geleimt.
  • Beschweren Sie die Dielen mit geeigneten Gewichten.
  • Kleberreste auf den Dielen sind umgehend mit einem Tuch bzw. Remover zu entfernen.

 Hinweise zur Verlegung auf Fußbodenheizung
Villa-Landhausdielen sind für die Verlegung auf Niedertemperatur-Fußbodenheizungen bestens geeignet. Es müssen folgende Punkte unbedingt beachtet werden:

Berücksichtigen Sie bei der Berechnung des Wärmebedarfs bzw. Vorlauftemperatur den Wärmedurchlasswiderstand des Dielenbodens. Bei Wimmer-Eichendielen mit einer Standarddicke von 18 mm beträgt der Wärmedurchlasswiderstand 0,12 m²K/W.

Vor der Verlegung

  • Estrich: Der Estrich muss normgerecht (DIN 18353) eingebracht sein. Insbesondere muss sichergestellt sein, dass der Estrich vollkommen ausgetrocknet ist. Dies setzt eine Lufttrockenzeit von mindestens sechs Wochen voraus.
  • Belegreifheizen: Heizen Sie die Fußbodenheizung nach DIN EN 1264 und DIN 4725 belegreif. Erstellen Sie ein Heizprotokoll.
    Steigern Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Heizung täglich um 5° C und erstellen Sie ein Heizprotokoll. 2-3 Tage muss die Heizung mit maximaler Leistung betrieben werden, bevor die Temperatur zur Verlegung wieder auf 15° – 20° C abgesenkt wird.

Bei der Verlegung

  • Es wird empfohlen die Landhausdielen auf Estrich mit Fußbodenheizung zu verkleben. Bei schwimmender Verlegung würde sich der Wärmedurchlasswiderstand aufgrund von Dämmunterlagen bzw. Lufteinschlüssen erhöhen.
  • Bei vollflächiger Verklebung werden Nut und Feder nicht miteinander verleimt.

Nach der Verlegung

  • Aufheizphase: Erhöhen Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Heizung schrittweise um max. 5° C täglich. Keinesfalls dürfen Sie die Heizung sofort mit voller Leistung betreiben.
  • Oberflächentemperatur: Die maximale Oberflächentemperatur bei Fußbodenheizungen darf 25°C nicht überschreiten.

Achtung Wärmestau
Holzbodenbeläge auf Heizestrichen dürfen nicht flächig mit Möbel wie z. B. Futon-Betten oder Einbaumöbel abgedeckt werden. Sehen Sie von großflächigen, dicken oder dichten Teppichen ab. Es entsteht ansonsten ein Wärmestau, der den Holzboden irreparabel beschädigen kann, denn neben der Erhöhung der Oberflächentemperatur verringert sich die Luftfeuchte am Bodenbelag.

Raumklima
Für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden, sowie zur Werterhaltung Ihres Wimmer-Echtholzbodens ist eine relative Luftfeuchtigkeit von 50-60% bei einer Raumtemperatur von 20 – 22°C einzuhalten. Um einer zu niedrigen rel. Luftfeuchte, vor allem während der Heizperiode vorzubeugen, empfehlen wir die Verwendung von Raumluftbefeuchter.
Eine dauerhaft zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann zu Schüsselungen und Fugenbildung führen, im Extremfall zu irreparablen Schäden der Fußbodenelemente. Die ist besonders bei Verwendung von Fußbodenheizung zu beachten.

Adresse:
Wimmer GmbH
Alzstraße 3
D-84513 Töging a. Inn
Tel.: 08631/3984-0
Fax: 08631/3984-25
Internet:www.villa-landhausdielen.de oder www.wimmer-gmbh.de

Verlege- und Pflegeanleitung Version 2.0 / 11-2009

 

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